Anzeige · Photovoltaik-Förderung 2026
Vier Förderregeln, die 2026 über die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage entscheiden
Photovoltaik ist in Deutschland weiterhin steuerlich begünstigt — aber die Regeln laufen nicht unbegrenzt in der heutigen Form weiter. Wir haben die vier aktuell geltenden Förderbausteine ausgewertet und eingeordnet, was sich 2027 ändert.
Für private Dachanlagen gelten in Deutschland aktuell vier voneinander unabhängige Förderregeln: eine Steuerbefreiung beim Kauf, eine Steuerbefreiung auf die Erträge, eine gesetzlich garantierte Einspeisevergütung und ein optionaler Förderkredit für die Finanzierung. Keine dieser vier Regeln ist neu — aber mindestens eine von ihnen wird sich 2027 grundlegend ändern.
Die vier Förderbausteine im Überblick
Nullsteuersatz beim Kauf
Seit dem 1. Januar 2023 gilt für Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen bis 30 kWp auf oder in der Nähe von Wohngebäuden ein Umsatzsteuersatz von 0 %. Das betrifft Module, Wechselrichter, Montage und — sofern in einem Gesamtpaket mitgeliefert — auch Batteriespeicher. Die Regelung ist unbefristet und muss nicht separat beantragt werden; der Fachbetrieb stellt die Rechnung direkt ohne Mehrwertsteuer aus.
Einkommensteuerbefreiung auf die Erträge
Einnahmen aus Einspeisung und Eigenverbrauch sind für Anlagen bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit vollständig von der Einkommensteuer befreit — rückwirkend seit dem 1. Januar 2022, seit 2025 einheitlich geregelt unabhängig von der Gebäudeart. Wer diese Grenze einhält, muss weder eine Anlage G noch eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung einreichen. Die Gesamtgrenze über mehrere Anlagen liegt bei 100 kWp je Steuerpflichtigem.
EEG-Einspeisevergütung — mit Verfallsdatum für Neuanlagen
Für eingespeisten Strom zahlt der Netzbetreiber eine gesetzlich fixierte Vergütung, garantiert für 20 Jahre ab Inbetriebnahme. Für Dachanlagen bis 10 kWp mit Inbetriebnahme zwischen 1. August 2026 und 31. Januar 2027 liegt sie bei 7,70 ct/kWh (Teileinspeisung) bzw. 12,22 ct/kWh (Volleinspeisung). Die Sätze sinken gesetzlich alle sechs Monate um rund 1 % (Degression nach § 49 EEG). Am 29. Juli 2026 hat das Bundeskabinett zusätzlich den Regierungsentwurf für die EEG-Novelle 2027 beschlossen, die eine feste Einspeisevergütung für neu in Betrieb genommene Anlagen abschaffen soll. Bereits laufende Anlagen sind davon nicht betroffen.
Förderkredit „Erneuerbare Energien – Standard“
Der KfW 270 ist kein Zuschuss, sondern ein zinsgünstiger Kredit über die Hausbank: bis zu 100 % der Investitionskosten, Laufzeiten von 2 bis 30 Jahren. Der effektive Jahreszins ist nicht fest, sondern richtet sich nach Bonität und Besicherung (Preisklassen A–I) und lag 2026 in einer Spanne von rund 3,8 % bis 11,7 %. Ob sich der Kredit gegenüber Eigenkapital oder einem klassischen Ratenkredit lohnt, hängt stark vom individuellen Zinsangebot ab — ein Vergleich mehrerer Angebote ist hier besonders relevant.
* Quelle: Bundesnetzagentur, EEG-Fördersätze (Stand August 2026). Steuerangaben nach BMF-Anwendungsschreiben zu § 12 Abs. 3 UStG und § 3 Nr. 72 EStG. Keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall.
Die Förderlandschaft für Photovoltaik ändert sich 2027 grundlegend. Wer 2026 ans Netz geht, sichert sich die heute geltenden, planbaren Bedingungen noch für die vollen 20 Jahre.
Was eine Solaranlage tatsächlich kostet
Die Kosten hängen stark von Dachfläche, Ausrichtung und gewünschter Speicherkapazität ab. Für ein typisches Einfamilienhaus mit einer Anlage zwischen 5 und 8 kWp bewegen sich die Investitionskosten üblicherweise zwischen rund 8.000 und 15.000 € inklusive Installation — ohne Speicher. Ob sich die Investition rechnet, hängt maßgeblich davon ab, wie viel des erzeugten Stroms selbst verbraucht wird: Der ersparte Strompreis liegt in aller Regel deutlich über der Einspeisevergütung, weshalb ein hoher Eigenverbrauchsanteil wirtschaftlich meist vorteilhafter ist als reine Volleinspeisung.
Unabhängige Vergleichsangebote einholen
Wer die genannten Förderregeln für die eigene Anlage einordnen möchte, kommt um einen Vergleich konkreter, lokal verfügbarer Angebote nicht herum — die Preise pro kWp unterscheiden sich je nach Region und Anbieter teils erheblich. Ein unabhängiges Vergleichsportal kann dabei helfen, mehrere Angebote parallel einzuholen, ohne sich vorab auf einen einzelnen Fachbetrieb festzulegen.
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Häufige Fragen
Ist der KfW 270 ein Zuschuss?
Nein. Der KfW 270 „Erneuerbare Energien – Standard“ ist ein rückzahlbarer Kredit, kein Zuschuss. Der Zinssatz richtet sich nach Ihrer Bonität und wird von der Hausbank im Rahmen der KfW-Vorgaben festgelegt.
Muss ich den Nullsteuersatz beantragen?
Nein. Der Fachbetrieb stellt die Rechnung bei einer begünstigten Anlage bis 30 kWp direkt ohne die üblichen 19 % Umsatzsteuer aus — ein separater Antrag ist nicht erforderlich.
Gilt die Einkommensteuerbefreiung automatisch?
Ja, sofern die Leistungsgrenze von 30 kWp je Einheit (bzw. 100 kWp gesamt je Steuerpflichtigem) eingehalten wird. Eine gesonderte Beantragung ist nicht nötig; oberhalb der Grenze wird die Anlage regulär steuerpflichtig.
Was ändert sich 2027 an der Einspeisevergütung?
Das Bundeskabinett hat am 29. Juli 2026 einen Regierungsentwurf beschlossen, der die feste Einspeisevergütung für ab 2027 neu in Betrieb genommene Anlagen abschaffen soll. Das Gesetzgebungsverfahren war zum Stand dieses Beitrags noch nicht abgeschlossen. Bereits laufende Anlagen sind von einer möglichen Änderung nicht betroffen — ihre Vergütung bleibt für die gesetzlich zugesicherten 20 Jahre bestehen.
Wie finde ich seriöse Vergleichsangebote?
Unabhängige Vergleichsportale wie Verivox listen mehrere Fachbetriebe parallel und sind nicht an einen einzelnen Anbieter gebunden. Wir verlinken im Beitrag auf ein solches Portal; die endgültige Anbieterwahl und Preisverhandlung erfolgt dort.
Methodik & Offenlegung: Dieser Beitrag ist werblicher Natur (Anzeige) und wurde von der Redaktion Energiepuls auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen erstellt (Bundesnetzagentur, BMF-Anwendungsschreiben, KfW-Konditionenanzeiger). Er ersetzt keine individuelle Steuer-, Rechts- oder Finanzberatung. Bei Vermittlung eines Klicks zu unserem Vergleichspartner Verivox kann Energiepuls eine Provision erhalten, was keinen Einfluss auf die inhaltliche Bewertung der Förderregeln hat. Stand aller Angaben: September 2026.